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Wir möchten
Ihnen helfen, die angegebenen Deklarationen (Inhaltserklärungen) auf
den unterschiedlichen Futtermitteln zu verstehen und haben deshalb ein
paar einzelne Punkte näher erklärt.
Inhaltsstoffe
bezeichnet die einzelnen Rohstoffe, aus denen das Futter gemischt wird.
Fleisch
„Fleisch“
kann alles bedeuten. Wird die Art und die Herkunft des Fleisches nicht
näher beschrieben (z.B. „Lamm 40%, Geflügel 60%“), müssen Sie mit
Abdeckerware und Schlachtabfällen unterschiedlichster Art rechnen.
Tierische Nebenerzeugnisse
Tierische Nebenerzeugnisse können für die Ernährung des Hundes sehr
wertvoll sein, z.B. Pansen oder Mageninhalt (vorverdautes Gras). Hinter
dem gleichen Begriff kann sich aber auch Klärschlamm verbergen!
Insofern ist es essentiell, dass tierische Nebenerzeugnisse offen
deklariert werden.
Zusammensetzung
bezeichnet die im Labor feststellbare Zusammensetzung des fertig gemischten Futters.
Rohprotein
Rohprotein ist
wichtig für die Bildung von Muskeln, Knochen, Haut und Blut. Zuviel
Protein kann zu Wachstumsbeschleunigungen und daraus resultierenden
Gelenkproblemen sowie zu Fettleibigkeit, Allergien und Nierenproblemen
führen. Bei zuwenig Protein kann es z.B. zu schlechtem Fell und
Juckreiz kommen. Hochwertiges Protein ist in Fleisch, Organen und Milch
enthalten. Geringerwertiges Protein findet sich im Pansen und in
Knorpeln. Pflanzliches Protein ist nicht so hochwertig; Getreide etwas
hochwertiger als Gemüse. Ein Trockenfutter sollte einen Proteingehalt
um die 25% haben. Welpen, sehr aktive oder übergewichtige Hunde haben
einen entsprechend höheren oder niedrigeren Bedarf.
Rohfett
Fett ist
wichtig für den Zellaufbau und dient dem Körper auch als
Energielieferant. Der Rohfettanteil im Trockenfutter sollte bei rund
10% liegen.
Rohfaser
Ein
ausgewogener Anteil an Rohfaser (= Ballaststoffen) sorgt für eine rege
Darmtätigkeit und somit für eine gute Verdauungsarbeit. Der Anteil
sollte im Trockenfutter bei ca. 4% liegen.
Rohasche
Ein zu hoher Rohasche-Anteil (entsteht, wenn das Futter zu
Analysezwecken verbrannt wird. Übrig bleiben vor allem die
nichtbrennbare Mineralien.) kann zu organischen Störungen wie z.B.
Nierenschädigungen führen; er sollte bei ca. 8% liegen.
Calcium & Phosphor
Calcium und Phosphor sollten im Verhältnis 1:0,8 stehen, um ernährungsbedingte Knochenerkrankungen auszuschließen.
Natrium
Natrium ist für die Regulation des osmotischen Drucks und damit für den
Wasserhaushalt im Organismus verantwortlich, außerdem für das
Säure-Basen-Gleichgewicht und die neuro-muskuläre Erregbarkeit. Ein
Überschuss belastet die Niere.
Magnesium
Magnesium ist
für die Funktion zahlreicher Enzymsysteme im Kohlehydrat-, Fett- und
Eiweißstoffwechsel zuständig. Ein Überschuss wird über die Niere
ausgeschieden und birgt vor allem für Kater die Gefahr von Harngries.
Konservierungs-, Farb- und Lockstoffe
Um eine längere Haltbarkeit des Futters zu erreichen, werden den
meisten Futterprodukten Konservierungsstoffe zugesetzt. Dabei sollte
auf künstliche Antioxidantien (z.B. E320 und E321) verzichtet werden.
Besser ist eine Konservierung zum Beispiel durch Vitamin E und C.
Selbstverständlich benötigt ein gutes Futter keine künstlichen Farb-
und Lockstoffe. Das Einfärben der Futtermittel dient nur der optischen
Aufbereitung für den Tierhalter und hat keinen positiven Einfluss auf
die Qualität. Lockstoffe hingegen richten sich direkt an das Tier. Wenn
die Tiere oft und viel von dem entsprechenden Futter aufnehmen, wird
entsprechend mehr gekauft. Neben künstlichen Lockstoffen wird oft auch
mit eher minderwertigen Ölen gearbeitet, da Fett ein natürlicher
Lockstoff ist, der nicht deklariert werden muss. Gegen natürliche
Farbstoffe wie Rote Beete, Tomate u.ä. ist im Grunde nichts
einzuwenden, da sie ohne negative Wirkung das Auge des Besitzers
erfreuen.
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